Mittwoch, 7. Oktober 2015

[Rezenion] Verdammt

Titel: Verdammt
Autor: Chuck Palahnuik
Verlag: Manhattan
Format: gebunden
Seiten: 384
Preis: 19,99€
ISBN: 978-3-442-54745-6
Kaufen:  Verdammt



Klappentext:

Fegefeuer ist auch keine Lösung…

Madison Spencer hat die Hölle hinter sich, im wahrsten Sinne des Wortes. Acht Monate verbrachte sie dort nach ihrem frühzeitigen Tod als 13-jährige Tochter eines selbstverliebten Hollywoodpaares. An Halloween betritt sie zum ersten Mal wieder die Welt der Menschen – als Geist. Viel Zeit, diesen Ausflug ungestört zu genießen bleibt ihr allerdings nicht. Schon bald meldet sich Satan, um sich Madisons Hilfe bei einem teuflischen Plan zu sichern. Und so muss sie im Fegefeuer bleiben, das heißt: als Geist auf Erden. Das bietet ihr aber auch die Chance, die Stätten ihres alten Lebens zu besuchen. Schlimmer als die Hölle kann das doch auch nicht sein, oder?



Meine Meinung:

Vielen Dank für das Rezensionsexemplar, Manhattan.



Das Cover ist super. Ganz in Weiß gehalten, die Schrift und das Mädchen kommen soz. tropfend aus einer Flüssigkeit heraus. Noch dazu kommen die farblich schimmernden Augen. Coole Gestaltung.



Die Story hat mich total interessiert. Der Klappentext klingt irgendwie ganz lustig, wenn man als Geist ein wenig Unheil und Unfug bei seinen „Freunden“ anrichten kann. So dachte ich, dass das Buch sein wird.

Aber weit gefehlt. Die Kapitel beginnen wie eine Mail. Man hat eine Betreffzeile, der die Überschrift darstellen soll und den Absender, sowie Datum und Uhrzeit.

Die ersten Seiten beschreiben, wie eine Stadt mehr oder weniger ausgelöscht wird, also zumindest habe ich das so verstanden.



Wie Madison dann eigentlich wieder pünktlich in der Hölle sein möchte, es aber wegen technischer Probleme nicht schafft, fand ich sehr unterhaltsam geschrieben.

Auch als ihr plötzlich ihre eigene Oma wieder begegnet und sie darauf aufmerksam macht, dass ein Geisterjäger hinter ihr her ist war gut zu lesen. Aber das war fast schon das Beste am Buch.



Unabhängig davon, dass das Genre vielleicht nicht 100%ig mein Favorit ist, waren für mich die ganzen Beschreibungen zu viel. Metaphorische Vergleiche, die in fast jedem zweiten Satz zu finden sind, sind dann einfach übertrieben.

Sprachlich konnte ich mit diesem Buch gar nichts anfangen. Wie gesagt, zu viele Vergleiche haben es mir schwer gemacht, nicht das Thema zu vergessen. Diese Mails begannen immer mit „Geneigter Twitterer“ und dieser Ausdruck kam noch gefühlte 1000 weitere Male vor, zuviel des Guten. Auch die Sprache eines 13 Jahre alten Mädchens ist ziemlich daneben. Sehr abgehoben und mit einem unglaublichen Wortschatz. Die ersten Worte habe ich noch nachgeschlagen, aber irgendwann war es mir egal. Dazu kam noch, dass Körperflüssigkeiten „wunderbar“ detailliert beschrieben wurden, dass es manchmal nicht mehr so viel Freude machte, dieses Buch zu lesen.



Fazit:

Nichts für zart besaitete Menschen. Als Leser dreht es einem doch ab und zu mal den Magen um, wenn man diese sehr bildlichen und nicht gerade appetitlichen Zeilen liest.


2 von 5 Bienchen

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