Montag, 5. Oktober 2020

[Rezension] Kissing Chloe Brown | Talia Hibbert


Titel: Kissing Chloe Brown

Autor: Talia Hibbert

Verlag: Ullstein

Format: ebook

Seiten: 400

Preis: 4,99 €

ISBN: 9783958185135

 

Klappentext:
Viel zu lange hat sich Chloe Brown von ihrer chronischen Krankheit einschränken lassen. Damit ist jetzt Schluss! Sie nimmt ihr Leben selbst in die Hand, und zwar dank ihrer To-do-Liste:


  • In ein eigenes Apartment ziehen

  • Ausgehen und sich betrinken

  • Motorrad fahren

  • Campen gehen

  • Eine lockere Affäre haben

  • Nur mit Handgepäck um die Welt reisen

  • Und ... etwas Unanständiges tun

Doch schon bald merkt sie, dass es nicht leicht ist, über den eigenen Schatten zu springen. Was sie braucht, ist ein Lehrer.

Red Morgan hat Tattoos, ein Motorrad und mehr Sexappeal als so mancher Hollywoodstar. Er ist außerdem Chloes neuer Nachbar und wäre die perfekte Unterstützung auf ihrer Mission. Nur leider hscheint er Chloe nicht leiden zu können. Erst als sie ihn näher kennenlernt, merkt sie, was wirklich hinter seinem rauen Äußeren steckt … (Quelle: UllsteinBuchverlage)

Meine Meinung:

Vielen Dank an Netgalley! 

Chloe ist chronisch krank. Sie hat Fibromyalgie, was bedeutet, dass sie von ständiger Müdigkeit und Schmerzen begleitet wird. Als sie beinahe von einem Auto überfahren wird, beschließt sie ihr Leben neu zu gestalten. Als sie in ihre erste eigene Wohnung zieht, trifft sie auf Red, den Hausmeister, den sie sehr attraktiv findet.

Den Start in die Geschichte fand ich sehr gelungen. Chloe besitzt eine Selbstironie und einen tollen Humor, die eine großartige Geschichte versprachen. Aber meine Erwartungen wurden hier nicht wirklich getroffen.

Chloe fand ich auf den ersten Seiten sehr sympathisch und entschlossen, ihr Leben neu in die Hand zu nehmen. Aber irgendwie hat mich diese Eigenschaft verloren. Für Chloe ist ihre Stütze oft ihre Schwester und ihre Großmutter, die Chloe meiner Meinung nach oft einen Tritt in den Hintern geben mussten.

Red machte für mich zu Beginn auch einen sehr interessanten Eindruck. Ich war sehr gespannt auf seine Malerei und was sein Charakter noch zu bieten hat. Doch auch er verlor mein Interesse recht schnell. Merkwürdig fand ich an ihm, dass er und seine Mutter ein etwas schwieriges Verhältnis hatten, was mir nicht ganz schlüssig war.

Chloe blieb für mich doch eher oberflächlich und viele möglichen Konfliktpotentiale, z. B. ihre Hautfarbe oder Wie Menschen auf gemischtrassige Paare reagieren, wurden bei dieser Geschichte kaum erwähnt. Ohne das Cover hätte ich mir sehr schlecht ein Bild von Chloe machen können, denn ihr Aussehen war nicht wirklich von Bedeutung für den Leser. Wir wussten nur, das Red sie sehr heiß findet. Ich hätte sehr gerne mehr Tiefgründiges in dieser Geschichte gelesen, als nur die körperliche Ebene.  

Sprachlich fand ich das Buch gut geschrieben. Wenn die Geschichte und vor allem die Charaktere mich nicht sehr schnell verloren hätten, hätte ich dieses Buch viel besser gefunden. Leider bin ich nicht wirklich mit beiden warm geworden, was mir den Zugang zu der vielversprechenden Story sehr schwer gemacht hat.

Fazit: Eine Geschichte, bei der das Potential nicht wirklich ausgeschöpft wurde.

2 von 5 Bienchen

 

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