Montag, 27. April 2015

[Rezension] Amy und Matthew

Titel: Amy und Matthew, was ist schon normal
Autor: Cammie McGovern
Verlag: Heyne fliegt
Format: gebunden
Seiten: 352
Preis: 14,99€
ISBN: 978-3-453-26916-3
Kaufen: Amy & Matthew - Was ist schon normal?



Inhalt:

Amy kann nicht sprechen und kaum laufen. Aus diesem Grund organisiert ihre Mutter ein paar Schüler, die Amy helfen sollen. Und Matthew ist einer von ihnen. Allerdings sieht er mehr in Amy, als ein Mädchen, das Hilfe benötigt.

Meine Meinung:

Danke an Heyne fliegt für dieses Rezensionsexemplar.



Das Cover zeigt zwei Personen. Das Mädchen wird von (wahrscheinlich) einem Jungen über der Schulter getragen. Leider wurde dabei nicht beachtet, dass Amy blond ist, aber egal :-)



Amy benötigt ein wenig Hilfe in ihrem Schulalltag und soll laut ihrer Mutter neue Freunde finden. Daher engagiert sie ein paar Schüler, die diese Aufgabe übernehmen sollen. Darunter ist auch Matthew, der selbst ein paar Probleme, besser gesagt Zwänge hat.
Für mich war dieses Buch recht anstrengend zu lesen. Der Anfang war toll, bei dem man alle Personen kennen lernt, sowie etwas von deren Hintergrund erfährt. Auch Amy wird so dargestellt, dass sie als „normales“ Mädchen gesehen werden möchte. Allerdings konnte ich das nach dem guten Beginn langsam nicht mehr tun. Die Geschichte nimmt eine etwas andere Fahrt auf und Amy bereitete mir ziemlich schlechte Laune. Sie nutzte ihre Freunde aus und spielte vor allem mit Matthews Gefühlen. Das schlimmste war allerdings, dass sie es schaffte, durch ihre Krankheit jedem ein schlechtes Gewissen zu machen, sobald jemand auf Amy böse war. Auch nutzte sie die Krankheit als Ausrede… nicht schön. Das zog das Bild, das ich von ihr bekommen hatte, leider ins unsympathische. Einzig Matthews Probleme, wie er diese lösen wollte bzw. an ihnen gearbeitet hat und seine Freundschaft zu Amy haben das Buch in meinen Augen verbessert.

Auch der Schluss konnte mich nicht überzeugen. Einerseits hatte ich genau damit gerechnet, andererseits war es doch schockierend, diesen Schluss zu lesen. Es war zwar eine interessante Wendung, aber meiner Meinung nach passte er nicht wirklich dazu.

Sprachlich fand ich das Buch sehr schön. Es hat sich gut und schnell gelesen. Ein Kritikpunkt ist für mich die „Überformatierung“. Amys Worte in Großbuchstaben, Gedanken und Betonungen in kursiv, die restliche Geschichte in normaler Schrift. Das empfand ich als etwas zu viel des Guten.



Fazit: Ein Buch, bei dem das Potenzial nicht ganz ausgeschöpft wurde. Trotzdem konnte mich allein Matthews Geschichte überzeugen. 


3 von 5 Bienchen

1 Kommentar:

  1. Das Buch habe ich jetzt schon auf mehreren Blog gesehen. ;) Es interessiert mich auch irgendwie, auch wenn du sagst, dass das Potenzial nicht ganz ausgeschöpft wurde!!!

    Liebe Grüße
    Jessi

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