Freitag, 16. Juni 2017

[Rezension] Manche Tage muss man einfach zuckern

Titel: Manche Tage muss man einfach zuckern
Autor: Tamara Mataya
Verlag: Heyne
Format. Taschenbuch
Seiten: 352
ISBN: 978-3-453-42169-1
Preis: 9,99€





Klappentext: 
Dauersingle Sarah hat die fixe Idee, dass die große Liebe auf der Internetseite »Missed Connections« auf sie wartet. Die Plattform richtet sich an all diejenigen, die ihren Traumpartner schon auf den Straßen von New York gesehen haben, aber nicht mutig genug waren, ihn anzusprechen. Doch Sarahs Mr. Right hat sie wohl noch nicht entdeckt, und so fängt sie eine Affäre mit Jack an, dem attraktiven Bruder ihres Mitbewohners. Er schafft es, ein wenig unverbindlichen Spaß in ihr Leben zu bringen. Doch dann taucht ein anonymer Verehrer auf »Missed Connections« auf …
(Quelle: randomhouse)


Meine Meinung:
Vielen Dank an Heyne!

Das Cover ist traumhaft schön. Wie die aufstellbaren Tafeln vor Bars, die mit bunten Kreiden beschriftet wurden.

Sarah hat keine gute Zeit hinter sich. Sie hat ihren Job verloren und ist bei ihrem besten Freund untergekommen. Als Aufheiterung liest sie die hoffnungsvolle Internetseite Missed-Connections. Dort kann man nach Personen suchen, denen man begegnet ist und gerne kennen lernen möchte.
Und insgeheim hofft Sarah auch von jemandem auf diesem Weg gesucht zu werden.

Sarah ist eine sehr sympathische Protagonistin, die doch eher von der tollpatschigen Art ist. Sie tritt in sehr viele Fettnäpfchen, manövriert sich aber immer auf sehr charmante Weise wieder heraus.
Jack ist der Bruder ihres schwulen besten Freundes, den sie ziemlich attraktiv findet, aber sie möchte diese Freundschaft zu beiden nicht aufs Spiel setzen. Und diese Freundschaft ist wirklich etwas Besonderes. Man merkt, wie viel sie sich bedeuten und für einander da sind. Diesen Teil der Geschichte fand ich auch total schön zu lesen. Auch die Story rund um Jack und Sarah war richtig aufregend. Auch wenn ich manchmal ihre Reaktionen und Einstellungen ihm gegenüber nicht nachvollziehen konnte. Jack wird dem Leser eher als Schürzenjäger vorgestellt, doch kann man seine Ehrlichkeit und Gefühle nicht übersehen.
Die Geschichte um Sarahs neue Arbeit im Wellness-Tempel empfand ich als viel zu ausführlich und ausgiebig erzählt. Ich hätte lieber mehr von der Liebesgeschichte gelesen, als so viel über ihre Kollegen, das Handtuchfalten oder anstrengende Kunden. Denn alles hat sich immer wieder wiederholt, was ich irgendwann einfach nur noch anstrengend fand.

Sprachlich fand ich das Buch toll. Nur die Story über die Internetseite und Jack hätte ich mir viel eher gewünscht. Ich fand diesen Teil auch so vorhersehbar, dass man sich fast schon ausmalen konnte, wie die Geschichte weitergehen wird. Da hätte ich mir mal einen etwas anderen Verlauf gewünscht.

Fazit: Ein nettes Buch für Zwischendurch, bei dem die Liebesgeschichte fast schon überdeckt wird.



3 von 5 Bienchen

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