Samstag, 12. März 2016

[Rezension] All die schönen Dinge

Titel: All die schönen Dinge
Autor: Ruth Olshan
Verlag: Oetinger
Format: gebunden
Seiten: 304
Preis: 14,99€
ISBN: 978-3-7891-0371-1
Kaufen: All die schönen Dinge



Klappentext:
 Tammie hat eine Vorliebe für Pistazieneis. Und für Sprüche. Genauer gesagt: für Sprüche, die auf Grabsteinen stehen. Ein etwas ungewöhnliches Hobby für eine 16-Jährige. Weniger ungewöhnlich wird es, wenn man weiß, dass Tammie ein Aneurysma im Kopf hat. Es hat sich dort inmitten ihrer Synapsen bequem gemacht und kann jeden Moment explodieren. Oder eben nicht. Das ist die entscheidende Frage und um die kreist ziemlich viel in Tammies Leben. Erst als Tammie eines Tages auf dem Friedhof einen Jungen kennenlernt, der an Grabsteinen rüttelt, ändert sich von Grund auf alles für sie.

Meine Meinung:
Vielen Dank an Oetinger für dieses Buch.

Das Cover ist richtig schön. Jedes Wort des Titels auf einem Post-It. Und das passt ja auch so gut zum Inhalt…
Dass Tammie ein Aneurysma hat ist kein Geheimnis. Aber dass ihr Lieblingsort der Friedhof geworden ist, auf dem sie nach einem Grabspruch für sich sucht, klingt recht morbide.
Und ehrlich gesagt war es das auch. Im Grunde beschäftigt sich die komplette Geschichte mit ihren Ausflügen zum Friedhof. Dass sie dort Fynn kennenlernt, dessen Job es ist an den Grabsteinen zu rütteln, war eine schöne Ablenkung und eine enorme Auflockerung.
Leider konnte ich sehr viele von Tammies Entscheidungen überhaupt nicht nachvollziehen…ob es ihr Liebesleben betraf oder Ausräum-Aktionen in ihrem zuhause.
Bei einigen Seiten hatte ich mich sogar gefragt, ob ich die Geschichte davor total missverstanden hatte oder ob Tammie ein wenig schwindelte, was ihre Erfahrungen mit Jungs betraf.
Fynns Hund fand ich zu Beginn super, da er doch eine nicht kleine Rolle spielt. Allerdings entwickelte sich die Geschichte eher um den Hund herum, als um die Beziehung von Tammie und Fynn.

Fynn und seine Mutter waren die einzigen Charaktere, die mich richtig überzeugten. Fynn, der so viel erwachsener wirkt und im Gegensatz seine Mutter. Sie ist sehr jung geblieben und für alles offen. Die beiden haben für mich die besten Szenen und Seiten in dem ganzen Buch dargestellt.
Sprachlich konnte mich das Buch nicht ganz überzeugen. Für mich war einfach „zu wenig“ Aneurysma und zu viel Hund. Leider konnte ich auch nicht in das Buch finden, da ich ständig überlegen musste, warum irgendeine Entscheidung getroffen wurde.
Fazit: Ein Buch mit einigen Highlights, von dem ich mir aber viel mehr versprochen hatte.

 

3 von 5 Bienchen


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