Samstag, 9. Dezember 2017

[Rezension] Tote Mädchen lügen nicht

Titel: Tote Mädchen lügen nicht
Autor: Jay Asher
Verlag: cbt
Format: Taschenbuch
Seiten: 288
Preis: 8,99€
ISBN: 978-3-570-30843-1
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Klappentext: 
Als Clay Jensen aus der Schule nach Hause kommt, findet er ein Päckchen mit Kassetten vor. Er legt die erste in einen alten Kassettenrekorder, drückt auf »Play« – und hört die Stimme von Hannah Baker. Hannah, seine ehemalige Mitschülerin. Hannah, für die er heimlich schwärmte. Hannah, die sich vor zwei Wochen umgebracht hat. Mit ihrer Stimme im Ohr wandert Clay durch die Nacht, und was er hört, lässt ihm den Atem stocken. Dreizehn Gründe sind es, die zu ihrem Selbstmord geführt haben, dreizehn Personen, die daran ihren Anteil haben. Clay ist einer davon ... (Quelle: randomhouse)

Meine Meinung:
Das Cover finde ich richtig ansprechend. Große Schrift und die Strichliste, die schon einen kleinen Hinweis auf den Inhalt gibt, denn die „13“ ist in diesem Buch eine wichtige Zahl.

Hannah hat sich umgebracht und hatte vor ihrem Tod einige Kassetten aufgenommen, um ihre Geschichte und den Grund ihres Selbstmordes zu beschreiben. Jede Kassette handelt von den Personen, die Hannah entweder gemein behandelt haben oder die sie einfach für den weiteren Verlauf der Ereignisse verantwortlich hält.
Trotz dass sich alles um Hannahs Selbstmord dreht, ist der Protagonist Clay, der ebenfalls die Kassetten erhalten hat. Zusammen mit ihm schlendern wie durch die Nacht und hören die Kassetten an.
Es war sehr interessant zu lesen, wie ein Ereignis zum nächsten führt und welche Details Clay von seinen Schulfreunden erfährt, die er eigentlich gar nicht wissen wollte.
Ihm werden durch Hannahs Aufnahmen die Augen geöffnet, denn viele der Mitschüler haben plötzlich eine ganz andere Seite, als Clay sie kennt.
Was mich sehr begeistern konnte war, dass Hanna alles gnadenlos ehrlich ausspricht, denn aus ihrer Sicht hatte sie ja nichts mehr zu verlieren. Mit Clay hatte ich richtig mitgefiebert, denn man wusste ja, dass jeder die die Aufnahmen bekommt, einen kleinen Teil beigetragen hatte.
Zwar konnte ich verstehen, dass Hannah bei manchen Dingen in ihrem Leben verzweifelte, aber diese drastische Maßnahme war doch manchmal für mich nicht nachvollziehbar. Aber, wie wir hoffentlich alle wissen, ist eine Depression von außen schwer zu erkennen, und schwankt oft zwischen den „guten und schlechten Tagen“.

Sprachlich hat mich das Buch sofor6t mitgerissen. Ich bin in Hannahs Leben eintaucht und wollte immer mehr verstehen und das große Puzzle zusammensetzen. Clay hätte ich eigentlich gar nicht wirklich gebraucht, denn Hannahs Geschichte hätte mich auch vollkommen genügt. Aber so konnte ich auch die Spannung und Angst von Clay spüren.

Fazit: Ein Thema/Buch, das immer aktuell bleiben und mir lange noch in Gedanken bleiben wird.
Klare Leseempfehlung!

4 von 5 Bienchen

1 Kommentar:

  1. Kenne das Buch nicht aber wir haben es auf Netflix geschaut und fanden es gut gemacht. Bin gespannt ob es eine 2. Staffel geben wird. Das Thema wird wohl leider immer aktuell bleiben. 😥

    Liebe Grüße, Lenchen

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